Eine Kundin bezahlt 65 Euro für ihre Dienstleistung.
Auf den ersten Blick klingt das vielleicht gar nicht schlecht.
Materialkosten abziehen, Arbeitszeit berücksichtigen – und der Rest ist Gewinn.
Genau hier beginnt einer der gefährlichsten Denkfehler bei der Preisgestaltung im Friseursalon.
Denn dein Preis muss nicht nur die Zeit bezahlen, in der du gerade an dieser Kundin arbeitest.
Er muss einen Teil deines gesamten Unternehmens tragen.
Miete.
Löhne.
Sozialabgaben.
Urlaub.
Krankheit.
Rezeption.
Strom.
Software.
Steuerberatung.
Weiterbildung.
Marketing.
Leerlaufzeiten.
Produkte.
Investitionen.
Und am Ende sollte sogar noch etwas übrig bleiben, das viele Kalkulationen erstaunlicherweise vergessen:
Unternehmensgewinn.
Genau deshalb lautet die entscheidende Frage nicht:
„Was kann ich für einen Haarschnitt verlangen?“
Sondern:
„Was muss dieser Haarschnitt erwirtschaften, damit mein Unternehmen gesund funktioniert?“
Das ist ein gewaltiger Unterschied.
In diesem Artikel erfährst du:
Der häufigste Fehler bei Friseurpreisen: vom Kunden aus denken
Viele Saloninhaber kalkulieren ihre Preise nicht wirklich.
Sie orientieren sich.
Am Salon nebenan.
Am durchschnittlichen Preis in der Stadt.
An dem, was Stammkunden gewohnt sind.
Oder an der Frage:
„Was würden meine Kunden dafür bezahlen?“
Natürlich spielt der Markt eine Rolle.
Aber er darf nicht deine einzige Kalkulationsgrundlage sein.
Denn vielleicht verlangt dein Wettbewerber für einen Haarschnitt 48 Euro.
Was weißt du dadurch über seine Wirtschaftlichkeit?
Nichts.
Vielleicht besitzt er seine Immobilie.
Vielleicht arbeitet er selbst 55 Stunden pro Woche.
Vielleicht zahlt er sich kaum Unternehmerlohn aus.
Vielleicht verdient er mit diesem Preis überhaupt kein Geld.
Und trotzdem orientierst du dich an ihm.
Das bedeutet:
Du übernimmst möglicherweise nicht nur den Preis deines Wettbewerbers – sondern auch seinen Kalkulationsfehler.
Was muss ein Friseurpreis wirklich tragen?
Ein wirtschaftlich kalkulierter Friseurpreis muss deutlich mehr abdecken als Material und reine Behandlungszeit.
Im Kern muss jeder erwirtschaftete Euro seinen Anteil an vier Bereichen leisten.
1. Direkte Kosten der Dienstleistung
Dazu gehören beispielsweise:
- Farbe
- Blondierung
- Pflegeprodukte
- Einwegmaterialien
- sonstiger direkter Produkteinsatz
Das sind Kosten, die relativ direkt einer Dienstleistung zugeordnet werden können.
Aber genau hier darf die Kalkulation nicht aufhören.
2. Personalkosten
Die Arbeitskraft im Salon kostet nicht nur das Bruttogehalt.
Ein Salon trägt zusätzlich weitere Arbeitgeberkosten.
Und noch etwas wird häufig übersehen:
Ein Mitarbeiter steht nicht jede bezahlte Arbeitsminute direkt am Kunden.
Es gibt beispielsweise:
- Urlaub
- Krankheit
- Weiterbildung
- Pausen
- Teammeetings
- Vor- und Nachbereitung
- Reinigungsarbeiten
- organisatorische Aufgaben
- freie Zeiten im Terminbuch
Deshalb ist die Rechnung
Monatsgehalt geteilt durch Arbeitsstunden
für eine professionelle Preiskalkulation allein nicht ausreichend.
Entscheidend ist vielmehr:
Wie viele tatsächlich produktive und abrechenbare Stunden stehen dem Unternehmen zur Verfügung?
Der Aha-Moment: Der Kunde bezahlt auch die Zeit, in der kein Kunde da ist
Das klingt im ersten Moment merkwürdig.
Aber wirtschaftlich betrachtet ist es zwingend.
Angenommen, dein Salon hat an einem Vormittag eine Stunde Leerlauf.
Die Miete läuft weiter.
Die Gehälter laufen weiter.
Strom, Versicherungen, Software und andere Kosten laufen weiter.
Wer bezahlt diese Stunde?
Kein bestimmter Kunde.
Deshalb müssen die produktiven Dienstleistungen des Salons genügend Deckungsbeitrag erwirtschaften, um auch die nicht produktiven Zeiten mitzutragen.
Genau das ist einer der Gründe, warum eine Preiskalkulation nur über die reine Behandlungszeit häufig zu kurz greift.
Dein Preis bezahlt nicht ausschließlich die 60 Minuten am Stuhl.
Er trägt einen Teil des gesamten Unternehmens.
3. Deine Fixkosten
Ein Salon verursacht Kosten, völlig unabhängig davon, ob heute zehn oder zwanzig Kunden kommen.
Dazu können beispielsweise gehören:
- Miete
- Nebenkosten
- Versicherungen
- Telefon und Internet
- Kassensystem
- Terminsoftware
- Steuerberater
- Reinigung
- Beiträge
- Leasing
- Finanzierung
- Musik- und Lizenzkosten
- Marketing
- Website
- Fortbildungen
Natürlich müssen diese Kosten nicht einzeln auf jede Dienstleistung geschrieben werden.
Aber dein gesamtes Preisniveau muss gewährleisten, dass diese Kosten erwirtschaftet werden.
Wenn deine Preise lediglich Material und Personalkosten tragen, fehlt wirtschaftlich ein großer Teil der Rechnung.
4. Dein Unternehmerlohn
Jetzt wird es besonders interessant.
Viele selbstständige Friseure betrachten das Geld, das am Monatsende übrig bleibt, automatisch als ihren Verdienst.
Unternehmerisch solltest du zwei Dinge voneinander unterscheiden:
deine Arbeitsleistung und deinen Unternehmensgewinn.
Wenn du selbst am Stuhl arbeitest, leistest du operative Arbeit.
Dafür sollte wirtschaftlich ein angemessener Unternehmerlohn eingeplant werden.
Das Unternehmen sollte aber darüber hinaus ebenfalls einen Gewinn erwirtschaften.
Warum?
Weil du unternehmerisches Risiko trägst.
Du investierst Kapital.
Du trägst Verantwortung.
Du musst Rücklagen bilden.
Du möchtest vielleicht irgendwann investieren, modernisieren oder wachsen.
Wenn dein Unternehmen nur dann funktioniert, wenn du selbst dauerhaft sehr viele Stunden am Stuhl arbeitest, ist das ein Warnsignal.
5. Gewinn gehört in deine Kalkulation
Das Wort „Gewinn“ löst bei manchen Saloninhabern fast ein schlechtes Gewissen aus.
Dabei ist Gewinn nichts Unanständiges.
Gewinn ist notwendig.
Er ermöglicht zum Beispiel:
- Rücklagen
- Renovierungen
- neue Ausstattung
- technische Investitionen
- Weiterbildung
- Expansion
- finanzielle Stabilität
- unternehmerische Freiheit
Ein Unternehmen, das langfristig keinen ausreichenden Gewinn erwirtschaftet, wird irgendwann unter Druck geraten.
Deshalb sollte die Frage nicht lauten:
„Wie günstig kann ich meine Dienstleistung anbieten?“
Sondern:
„Welchen Preis braucht mein Unternehmen, damit es langfristig gesund bleibt?“
Warum volle Terminkalender deine Kalkulationsfehler verstecken können
Das klingt zunächst widersprüchlich.
Aber gerade ein sehr voller Salon kann eine falsche Preisgestaltung lange verstecken.
Du siehst ständig Kunden.
Das Team ist beschäftigt.
Das Telefon klingelt.
Der Umsatz läuft.
Alles fühlt sich nach Erfolg an.
Nur am Monatsende bleibt weniger übrig als erwartet.
Dann lautet die spontane Lösung häufig:
Noch mehr Umsatz.
Noch mehr Termine.
Noch mehr Kunden.
Noch längere Öffnungszeiten.
Doch wenn deine Marge bereits zu klein ist, bedeutet mehr Umsatz oft einfach:
mehr Arbeit bei einem weiterhin unbefriedigenden Ergebnis.
Die bessere Frage lautet deshalb zuerst:
Verdiene ich an meinen vorhandenen Dienstleistungen ausreichend?
Erst danach sollte die Frage kommen, wie du mehr Kunden gewinnst.
So gehst du bei der Preiskalkulation im Friseursalon sinnvoll vor
Eine vollständige Kalkulation kann je nach Salon unterschiedlich aussehen.
Die grundsätzliche Reihenfolge sollte aber logisch bleiben.
Schritt 1: Ermittle deine gesamten jährlichen Kosten
Nicht nur Produkte.
Sondern möglichst vollständig:
- Personalkosten
- Raumkosten
- Versicherungen
- Verwaltung
- Marketing
- Software
- Leasing
- Fortbildungen
- sonstige Betriebskosten
So bekommst du ein realistisches Bild davon, was dein Unternehmen tatsächlich tragen muss.
Schritt 2: Berücksichtige deinen gewünschten Unternehmerlohn
Wie viel musst oder möchtest du persönlich mit deinem Unternehmen verdienen?
Diese Frage darf nicht erst beantwortet werden, wenn zufällig etwas übrig bleibt.
Sie gehört in deine unternehmerische Planung.
Schritt 3: Plane einen Unternehmensgewinn ein
Ein Unternehmen benötigt Spielraum.
Deshalb sollte nicht jeder Euro bereits für laufende Kosten und dein persönliches Einkommen verplant sein.
Schritt 4: Ermittle die tatsächlich produktiven Stunden
Hier liegt ein häufiger Kalkulationsfehler.
Nicht jede Anwesenheitsstunde ist automatisch eine abrechenbare Kundenstunde.
Deshalb solltest du realistisch betrachten:
- Öffnungszeiten
- Mitarbeiterstunden
- Urlaub
- Krankheit
- organisatorische Zeiten
- Pausen
- Auslastung
Je realistischer diese Grundlage ist, desto besser wird deine Kalkulation.
Schritt 5: Ermittle deinen notwendigen Umsatz pro produktiver Stunde
Wenn du weißt,
- was dein Unternehmen insgesamt erwirtschaften muss und
- wie viele produktive Stunden dafür zur Verfügung stehen,
kannst du daraus ableiten, welchen durchschnittlichen Umsatz eine produktive Stunde ungefähr erwirtschaften muss.
Das ist eine deutlich bessere Grundlage als die Frage:
„Was kostet ein Haarschnitt bei den anderen?“
Warum Zeit bei Friseurpreisen eine so große Rolle spielt
Gerade bei Dienstleistungen ist Zeit eine deiner wichtigsten Ressourcen.
Ein Behandlungsplatz kann nicht beliebig oft verkauft werden.
Wenn eine Dienstleistung 90 Minuten blockiert, müssen diese 90 Minuten wirtschaftlich entsprechend genutzt werden.
Deshalb können zwei Dienstleistungen mit ähnlichen Materialkosten völlig unterschiedliche Preise benötigen.
Ein typischer Denkfehler wäre:
„Bei dieser Dienstleistung brauche ich kaum Material, also kann ich günstiger sein.“
Aber vielleicht benötigt die Dienstleistung sehr viel Arbeitszeit.
Dann ist Zeit der entscheidende Kostenfaktor.
Umgekehrt kann eine kürzere Behandlung höhere Produktkosten verursachen.
Deshalb sollte jede wichtige Dienstleistung zumindest hinsichtlich
Zeit + direkter Kosten + notwendigem Umsatz
betrachtet werden.
Warum deine Wunschpreise und deine kalkulierten Preise nicht dasselbe sein müssen
Vielleicht ergibt deine Kalkulation einen Preis, bei dem du spontan denkst:
„Das zahlt bei mir doch niemand.“
Dann hast du eine wichtige Information gewonnen.
Aber die Lösung lautet nicht automatisch, den kalkulierten Preis wieder herunterzusetzen.
Jetzt musst du analysieren.
Vielleicht ist deine Behandlung zu lang.
Vielleicht ist deine Kostenstruktur zu hoch.
Vielleicht stimmt deine Positionierung nicht.
Vielleicht sprichst du die falsche Zielgruppe an.
Vielleicht ist dein Leistungsumfang für den Kunden nicht verständlich.
Oder vielleicht hast du deine Preise schlicht seit Jahren nicht ausreichend angepasst.
Eine Kalkulation liefert deshalb nicht nur einen Preis.
Sie liefert dir eine Diagnose über dein Geschäftsmodell.
Und genau das macht sie so wertvoll.
Preisgestaltung ist mehr als Mathematik
Jetzt kommt die zweite Seite.
Nur weil du mathematisch 85 Euro verlangen müsstest, bedeutet das nicht automatisch, dass Kunden morgen begeistert 85 Euro bezahlen.
Preisgestaltung besteht aus zwei Ebenen:
Ebene 1: wirtschaftliche Kalkulation
Was musst du verlangen?
Ebene 2: Markt und Positionierung
Warum sollte der Kunde bereit sein, diesen Preis bei dir zu bezahlen?
Dazu gehören beispielsweise:
- Qualität
- Spezialisierung
- Beratung
- Service
- Atmosphäre
- Markenauftritt
- Online-Bewertungen
- Website
- sichtbare Ergebnisse
- Positionierung
Deshalb gehören Preisstrategie und Positionierung eng zusammen.
Ein Premiumpreis ohne wahrnehmbaren Premiumwert wird schwer durchsetzbar.
Eine Premiumleistung zum Discountpreis ist wirtschaftlich genauso problematisch.
Warum eine Preiserhöhung allein manchmal nicht reicht
Nehmen wir an, deine Kalkulation zeigt:
Deine Preise müssen steigen.
Dann ist die Versuchung groß, einfach überall zehn Prozent aufzuschlagen.
Das kann richtig sein.
Muss es aber nicht.
Vielleicht solltest du zuerst prüfen:
- Welche Dienstleistungen sind besonders unrentabel?
- Welche Behandlungen dauern regelmäßig länger als geplant?
- Welche Leistungen sind stark nachgefragt?
- Bei welchen Leistungen ist der wahrgenommene Kundennutzen besonders hoch?
- Welche Services könnten anders strukturiert werden?
- Welche Preisabstände innerhalb deiner Preisliste ergeben keinen Sinn mehr?
Eine gute Preisstrategie betrachtet deshalb nicht ausschließlich die Höhe der Preise.
Sie betrachtet die gesamte Leistungs- und Preisstruktur.
Der gefährlichste Satz bei Friseurpreisen
Einer der teuersten Sätze eines Saloninhabers kann sein:
„Das kann ich meinen Kunden nicht zumuten.“
Vielleicht stimmt das.
Vielleicht aber auch nicht.
Denn oft wurde der Kunde überhaupt noch nicht gefragt.
Viele Saloninhaber führen die komplette Diskussion über eine mögliche Preiserhöhung zunächst mit sich selbst.
Sie übernehmen gleichzeitig die Rolle des Unternehmers und des Kunden.
Das ist problematisch.
Deine Aufgabe als Unternehmer ist zunächst festzustellen:
Was braucht mein Unternehmen wirtschaftlich?
Danach kannst du entscheiden:
Wie positioniere ich meine Leistungen?
Wie kommuniziere ich den Wert?
Wie führe ich eine notwendige Preisanpassung ein?
Aber einen wirtschaftlich notwendigen Preis bereits vorher abzulehnen, weil du vermutest, dass Kunden ihn nicht akzeptieren, ist keine Kalkulation.
Es ist eine Annahme.
Was du aus deiner Preiskalkulation erkennen solltest
Eine gute Kalkulation beantwortet nicht nur:
„Was muss mein Haarschnitt kosten?“
Sie sollte dir zeigen:
- welchen Umsatz dein Unternehmen benötigt,
- welche Rolle deine produktiven Stunden spielen,
- ob deine Preise grundsätzlich zum Geschäftsmodell passen,
- welche Leistungen wirtschaftlich kritisch sein könnten,
- ob dein aktuelles Preisniveau ausreichend Spielraum bietet,
- ob Wachstum dein Ergebnis tatsächlich verbessern würde.
Das ist der eigentliche Wert einer professionellen Preiskalkulation.
Sie macht dein Unternehmen messbarer.
Fazit: Dein Preis bezahlt nicht nur die Dienstleistung
Wenn du dir aus diesem Artikel nur einen Gedanken merkst, dann diesen:
Der Kunde bezahlt mit seinem Preis nicht nur die Zeit, die du an ihm arbeitest. Er trägt einen Teil deines gesamten Unternehmens.
Deshalb muss ein Friseurpreis deutlich mehr abdecken als Produktkosten und Arbeitszeit.
Er muss seinen Anteil leisten an:
- Personalkosten
- Fixkosten
- unproduktiven Zeiten
- Unternehmerlohn
- Investitionen
- Rücklagen
- Unternehmensgewinn
Erst wenn du weißt, was dein Unternehmen tatsächlich benötigt, kannst du fundiert entscheiden, welche Preise wirtschaftlich sinnvoll sind.
Und dann verändert sich deine Frage.
Nicht mehr:
„Was verlangen die anderen?“
Sondern:
„Welchen Preis braucht mein Salon, damit ich die Qualität liefern, meine Mitarbeiter vernünftig bezahlen und gleichzeitig ein gesundes Unternehmen führen kann?“
Das ist echte Preisstrategie.
FAQ: Friseurpreise richtig kalkulieren
Wie kalkuliere ich Preise im Friseursalon richtig?
Eine solide Kalkulation berücksichtigt die gesamten Betriebskosten, Personalkosten, produktiven Arbeitsstunden, den gewünschten Unternehmerlohn und einen notwendigen Unternehmensgewinn. Erst daraus sollte die Preisstruktur der Dienstleistungen abgeleitet werden.
Was muss ein Friseurpreis alles abdecken?
Ein Friseurpreis muss neben Material und Arbeitszeit auch einen Anteil an Miete, Personal, Versicherungen, Verwaltung, Marketing, Leerlaufzeiten, Investitionen und Unternehmensgewinn tragen.
Wie wichtig ist die Behandlungszeit bei der Preiskalkulation?
Sehr wichtig. Zeit ist im Dienstleistungsunternehmen Friseursalon eine begrenzte Ressource. Je länger eine Dienstleistung einen Mitarbeiter und Behandlungsplatz bindet, desto stärker muss die benötigte Zeit in der Preisgestaltung berücksichtigt werden.
Sollte ich meine Preise an anderen Friseursalons orientieren?
Wettbewerberpreise können eine Marktinformation sein, sollten aber niemals die Grundlage deiner Kalkulation ersetzen. Du kennst weder deren Kostenstruktur noch ihre tatsächliche Profitabilität.
Muss ein Friseursalon Gewinn einplanen?
Ja. Gewinn wird unter anderem für Rücklagen, Investitionen und die langfristige Stabilität des Unternehmens benötigt. Unternehmerlohn und Unternehmensgewinn sollten dabei gedanklich voneinander getrennt werden.
Was mache ich, wenn mein kalkulierter Preis deutlich höher ist als mein aktueller Preis?
Dann solltest du nicht vorschnell die Kalkulation ignorieren. Prüfe Behandlungszeiten, Kostenstruktur, Leistungsumfang, Positionierung und deine aktuelle Preisstrategie. Die Differenz zeigt möglicherweise ein strukturelles Problem.
Du möchtest deine Friseurpreise einmal wirklich verstehen?
Wenn du beim Lesen gemerkt hast, dass deine bisherige Preisgestaltung eher aus Erfahrung, Bauchgefühl und den Preisen deiner Wettbewerber entstanden ist, dann lohnt es sich, tiefer einzusteigen.
In Hairdresser Connect findest du mein kostenloses E-Book zur Preisgestaltung für Friseursalons.
Darin erkläre ich ausführlicher, wie du deine eigene Kalkulation angehst, warum die Arbeitszeit dabei eine entscheidende Rolle spielt und wie du herausfindest, welchen Preis dein Salon tatsächlich benötigt.
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